Du möchtest Flyer bestellen und bleibst bei der Papierauswahl hängen: 135, 170 oder 250 g/m²? Der Griff zur höchsten Zahl liegt nahe. Dabei braucht ein Handzettel für eine Verteilaktion andere Eigenschaften als eine Angebotskarte, die länger auf dem Tresen liegt.
Entscheide zuerst, was mit dem Flyer passieren soll. Danach wählst du Papier und Oberfläche.
Was die Grammatur verrät – und was nicht
Die Angabe g/m² beschreibt das Gewicht eines Quadratmeters Papier. Sie ist keine direkte Dickenangabe. Zwei Papiere mit gleicher Grammatur können sich unterschiedlich dick und steif anfühlen. Papieraufbau und Oberfläche spielen ebenfalls mit.
Vergleiche deshalb möglichst Muster derselben Papierart. Ein schwereres Bilderdruckpapier gegen ein leichteres Naturpapier zu halten, sagt wenig darüber aus, welche Grammatur dir innerhalb einer Sorte gefällt.
Drei Einsätze, drei sinnvolle Ausgangspunkte
Die folgenden Werte sind Orientierung für ungefalzte Flyer, keine festen Qualitätsstufen. Das konkrete Papier und das Format entscheiden mit.
- Viele Flyer verteilen: etwa 135 g/m² prüfen. Für eine zeitlich begrenzte Aktion ist ein leichteres Papier ein sinnvoller Ausgangspunkt. Nimm ein Muster in die Hand: Ist es für deinen Zweck stabil genug? Scheint der Druck auf der Rückseite störend durch?
- Flyer auslegen oder persönlich überreichen: etwa 170 g/m² vergleichen. Wenn du zwischen leichtem Handzettel und fester Karte suchst, starte hier. Prüfe das Muster möglichst im späteren Format – ein großer Flyer lässt sich anders biegen als ein kleiner.
- Eine festere Angebots- oder Einladungskarte: etwa 250 g/m² ansehen. Hier kann ein kräftigerer Griff zum Einsatz passen. Bestelle die höhere Grammatur aber gezielt wegen dieser Eigenschaft, nicht allein wegen der größeren Zahl.

1.000 Flyer: Der Gewichtsunterschied ist spürbar
Ein A6-Flyer misst 105 × 148 mm. Daraus ergibt sich für 1.000 Exemplare rechnerisch folgendes Papiergewicht:
Berechnet aus Fläche × Grammatur × Stückzahl und anschließend von Gramm in Kilogramm umgerechnet; ohne Verpackung, Druckfarbe und zusätzliche Veredelung. Zwischen der leichtesten und schwersten Variante liegen knapp 1,8 kg. Wenn du die Flyer zu Fuß verteilst oder mehrere Pakete transportierst, ist das ein handfester Unterschied. Für einen kleinen Stapel am Empfang kann der festere Griff dagegen wichtiger sein.
Soll jemand darauf schreiben? Dann zählt die Oberfläche
Ein Flyer mit Termin-, Stempel- oder Notizfeld muss im Alltag funktionieren. Ungestrichenes Offsetpapier ist dafür häufig eine passende Wahl. „Matt“ allein reicht als Beschreibung nicht: Auch gestrichenes Bilderdruckpapier kann matt sein.

Teste ein bedrucktes Muster mit genau dem Stift oder Stempel, der später benutzt wird. Lass die Schrift trocknen und wische vorsichtig darüber. Eine freie, unbedruckte Schreibfläche ist dafür ein guter Ausgangspunkt; Lack oder Folie auf diesem Feld solltest du vorab ausdrücklich ansprechen.
Stehen Fotos und farbige Motive im Vordergrund, lohnt sich der Vergleich von mattem und glänzendem Bilderdruckpapier. Schau beide unter der Beleuchtung an, unter der der Flyer später gelesen wird.
Diese Angaben helfen bei deiner Anfrage
Statt nur „hochwertiges Papier“ zu bestellen, beschreibe die Verwendung. Zum Beispiel:
Ergänze deinen Termin und gegebenenfalls Schreibflächen oder eine gewünschte Falzung. So lassen sich zwei passende Varianten vergleichen, ohne sich durch jede verfügbare Papiersorte zu arbeiten.
Das passende Papier gemeinsam finden
Schick uns Format, Auflage und Einsatzzweck. Wir helfen dir, passende Varianten zu vergleichen.
