Für ein Logo werden häufig „Vektordaten“ verlangt. Dahinter steckt kein kompliziertes Spezialformat, sondern eine Grafik, deren Linien und Flächen mathematisch beschrieben werden. Dadurch lässt sie sich vom kleinen Textiletikett bis zur großen Fahrzeugbeschriftung sauber skalieren.
Vektoren statt einzelner Bildpunkte
Ein Pixelbild besteht aus einem festen Raster einzelner Bildpunkte. Wird es stark vergrößert, werden diese Punkte sichtbar und Kanten wirken unscharf. Eine Vektorgrafik besteht dagegen aus Pfaden, Kurven, Konturen und Flächen. Form, Position und Farbe bleiben unabhängig von der Ausgabegröße definiert.
Wann Du eine Vektorgrafik benötigst
Besonders wichtig sind Vektordaten, wenn Konturen geschnitten, Motive stark vergrößert oder einzelne Farben technisch getrennt verarbeitet werden. Typische Einsatzbereiche sind:
- Logos und Schriftzüge für unterschiedliche Ausgabegrößen
- Folienplott für Fahrzeuge, Schaufenster und Schilder
- Flex- und Flockdruck sowie ausgewählte Transferverfahren
- Stickdateien, die aus einer sauberen Vorlage aufgebaut werden
- Beschilderungen, Banner und großformatige Werbeflächen
- Grafiken mit klaren Konturen, Farbflächen und wenigen Verläufen
Welche Dateiformate können Vektoren enthalten?
Gängige Formate sind AI, EPS, SVG, CDR und PDF. Die Dateiendung allein ist jedoch kein Beweis: In einer PDF-, EPS- oder SVG-Datei kann auch lediglich ein JPG oder PNG eingebettet sein. Entscheidend ist, ob Logo, Schrift und Formen tatsächlich als Pfade angelegt wurden.
- PDF: gut für die Übergabe, wenn Schriften und Formen korrekt enthalten sind
- EPS: verbreitetes Austauschformat für Logos und Produktionsdaten
- SVG: Vektorformat für Web, digitale Anwendungen und viele Layoutprogramme
- AI oder CDR: offene Arbeitsdateien aus Illustrator beziehungsweise CorelDRAW
So erkennst Du, ob Deine Datei wirklich vektorbasiert ist
- Beim starken Hineinzoomen bleiben Konturen und Schriften scharf
- In einem Vektorprogramm lassen sich einzelne Pfade und Flächen auswählen
- Schriften sind eingebettet oder für die Produktion in Pfade umgewandelt
- Ein bloßes Umbenennen von JPG zu PDF, EPS oder SVG verändert die Grafik nicht
Kann ein Pixelbild vektorisiert werden?
Einfache Logos, Symbole und Schriftzüge lassen sich häufig sauber nachzeichnen. Automatische Umwandlungen liefern jedoch besonders bei kleinen, unscharfen oder detailreichen Vorlagen oft unruhige Konturen. Für ein dauerhaft nutzbares Logo ist eine manuelle Bereinigung oder ein vollständiger Neuaufbau meist die bessere Lösung.
Fotos lassen sich nicht ohne gestalterische Veränderung in eine gleichwertige Vektorgrafik umwandeln. Möglich wäre lediglich eine vereinfachte Illustration mit reduzierten Flächen und Farben.
Häufige Fragen zu Vektorgrafiken
Ist eine PDF automatisch eine Vektorgrafik?
Nein. Eine PDF kann echte Vektorpfade, Pixelbilder oder eine Mischung aus beidem enthalten. Wir müssen den Inhalt der Datei prüfen.
Kann ich ein JPG oder PNG einfach umwandeln?
Eine automatische Nachzeichnung ist möglich, aber nicht immer sauber. Bei Logos müssen Konturen, Farben und Schriften häufig manuell korrigiert oder neu aufgebaut werden.
Welche Datei soll ich Euch schicken?
Am besten sendest Du alle vorhandenen Versionen: PDF, EPS, SVG, AI oder CDR und zusätzlich eine sichtbare JPG- oder PNG-Vorschau. Wir wählen die technisch beste Grundlage aus.
Ist eine Vektorgrafik immer besser?
Nein. Für Logos, Schriftzüge und klare Illustrationen ist sie ideal. Fotos und sehr komplexe Bildmotive benötigen dagegen Pixelinformationen in ausreichender Auflösung.
Müssen Schriften in Pfade umgewandelt werden?
Für produktionsfertige Daten ist das häufig sinnvoll, damit keine Schrift ersetzt wird. Wenn Texte später noch geändert werden sollen, sollte zusätzlich eine bearbeitbare Originaldatei erhalten bleiben.
Du bist nicht sicher, ob Dein Logo geeignet ist?
Sende uns die vorhandenen Dateien und nenne kurz das gewünschte Produkt. Wir prüfen, welche Grundlage für die Umsetzung benötigt wird.
